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"Thriller live" im Admiralspalast

ein Bericht von Annette Kraß

Michael Jackson ist nicht tot. Zumindest seine Musik nicht, denn sie lebt weiter mit allem, was mit dieser ungewöhnlichen Musikerkarriere verbunden bleibt. Die über einen über 40 Jahre langen Zeitraum reicht. Entsprechend früh in Jacksons Karriere setzt „Thriller – Live“ an, die Originalshow aus London, die schon seit Januar 2009 mit großem Erfolg im Londoner West End läuft. Vom King of Pop persönlich abgesegnet, trat der Thriller-Live-Cast 2006 mit seinem Thriller-Tribute vor dem begeisterten „King of Pop“ persönlich auf, als dieser bei den World Music Awards in London den Chopard Diamond Award entgegennahm.

Seither folgten drei Tourneen durch ganz Großbritannien. Nach der Welttournee 2009/2010 mit Stationen u.a. in Berlin, München, Hamburg, Mailand, Triest, Rom, Wien, Zürich und Beijing kommt die Show mit vier zusätzlichen Songs an wenige ausgewählte Spielstätten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurück. Und ist vom 12. bis 15.11. nochmal im Berliner Admiralspalast zu sehen, bevor sie weiter nach Basel zieht.  

Der Abend beginnt mit der Darstellung der Jackson Five und den Titeln ABC, I want you back und I’ll be there. Große Sympathiebekundungen und Applaus holt sich gleich zu Beginn Aled Arhyel Charles ab, der den neunjährigen Jacko gibt, mit seinem dunklen Lockenkopf und den 1980er-Jahre-Schlaghosen die Zuschauer zum Mitklatschen animiert und souverän mit seinen vier „Geschwistern“ auf der Bühne agiert. Moderatoren leiten zum Glück nur kurz durch die Show, die von einer Live-Band musikalisch begleitet wird, und wer eine Kopie von Michael Jackson erwartet, die alle seine Songs singt, liegt falsch. Adrian Grant, Schöpfer, Geschäftsführer und Koproduzent, will Michael Jackson nicht kopieren, sondern seine Musik und ihn als Künstler ehren. Dies gelingt ihm auch voll und ganz. So präsentieren mehrere Sänger, auch eine Sängerin Jacksons gewaltiges musikalisches Erbe, es sind außergewöhnliche Tänzer, die seinen unverwechselbaren Tanzstil live auf der Bühne erlebbar machen, inklusive dem legendären Moonwalk, perfekt dargeboten in den mitreißenden Choreografien des preisgekrönten Regisseurs Gary Lloyd. Nach der Pause kommen dann seine Welthits, fast allesamt in weiterhin bombastischen Shows, den jeweiligen Songs entsprechend ruhig oder furios, inszeniert.

Standing Ovations seitens des Publikums waren am Ende die Antwort, unbedingt verdient!